Film- und Videoclub Rüsselsheim e.V.

Unsere Technik:

Chemiefilmbearbeitung:

Videobearbeitung:

  Der nonlineare Schnitt :

  • Die Arbeit mit dem Schnittpult und zwei Rekordern ist "out". Zu groß waren die Verluste an Bildqualität beim Kopieren von einem auf den andern Rekorder und zu mühsam die Nachvertonung.

  • Der nonlineare Schnitt, die Arbeit am Computer, hat sich durchgesetzt. Möglich ist ein viel genaueres Schneiden und ein leichteres Vertonen. Zudem lassen sich Übergänge, Titel und Effekte einfügen, von denen man noch vor 6 Jahren als Amateur nicht zu träumen gewagt hätte.  
  Casablanca, die Wahl für jene, die sich mit einem PC nicht herumplagen wollen :
  • Der nonlineare Schnitt hat sich deshalb so schnell durchgesetzt, weil es für die Älteren, am Computer weniger Interessierten, das "Casablanca" gibt. Das Gerät zum nonlinearen Schnitt von Videofilmen sieht aus wie ein Rekorder, lässt sich fast so einfach bedienen wie ein Rekorder, ist aber ein hochkomplexes Computersystem ausschließlich dediziert für den Videoschnitt.
  • Das haben sich viele von uns angeschafft. Vor ein paar Jahren war es das Casablanca "Classic", dann kam das Casablanca "Avio", die Edelversion war das Casablanca "Kron" und nun folgt das Casablanca "Prestige".
  • Während das ursprüngliche "Classic" nur Analogein- und Ausgänge für Bild und Ton hatte, folgten schnell Erweiterungen, mit denen die Videofilme im DV-Format digital ein- und ausgespielt werden können. Beim Zu- und Herausspielen aus dem Gerät gibt es keine Verluste mehr. Wir haben derzeit 8 Mitglieder, die ein "Casablanca" besitzen und sehr intensiv nutzen.
  PC-Systeme mit Video-Schnittkarten für die Computer-Experten :
  • Die Anfänge
    Computer-Freaks, die genau wussten, worauf es beim Videoschnitt ankam, konnten sich ab ca. 1995 einen geeigneten Rechner zusammenstellen. Kernstück war eine Schnittkarte wie die Pinnacle DC30 oder die FAST-AV-Master. Wenn die Grafikkarten zum System kompatibel, der Pentium II-Prozessor schneller als 130 MHz und die Festplatten schnell genug waren, dann konnte man ohne Probleme schneiden. Die notwendigen ca. 4,5 MByte pro Sekunde schafften noch nicht einmal alle SCSI-Platten. Mit einer noch erschwinglichen, sorgfältig ausgewählten 4,5 GByte SCSI-Festplatte hatte man den Anfang geschafft.

  • Geeignete IDE-Festplatten
    In den späten 90iger Jahren waren dann die preiswerteren IDE-Platten mit 7200 U/Min und Datenraten von ca. 10 MByte/sec auf dem Markt. Irgendwann hatten wir per Zufall festgestellt: Alle Platten im Rechner mit mehr als 20 GByte waren schnell genug. Mit einer 40 GByte-Festplatte waren alle Platzprobleme gelöst.

    Wir spielten unsere Filme mit einem Hosidenkabel über den Analogeingang der Schnittkarte in den Computer ein, editierten damals noch mit Premiere 4.2, waren begeistert von all den vielen Beeinflussungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten und spielten den fertigen Film aus der Premiere-Timeline über ein Hosidenkabel auf den externen S-VHS-Rekorder.

    Bereits damals haben wir uns gefreut über die viel bessere Bildqualität, die am Computerausgang anstand. Weil wir aber auf S-VHS-Bändern analog aufzeichneten, ging viel von der brillianten Bildschärfe wieder verloren.

  • Erste Schnittkarten mit DV-Ein- und Ausgang
    Die ersten Schnittkarten mit DV-Ausgang, z.B. FAST DV-Master, hatten noch den teuren Sony-Chip für die DV-Bearbeitung nötig. Entsprechend teuer waren alle DV-Schnittkarten und auch bei Casablanca gab es die DV-Funktion nur gegen erheblichen Aufpreis.

    Die Vollumstellung auf das DV-Format war eine kostspielige Sache, weil man auch einen teuren DV-Rekorder benötigte. Entsprechend zögerlich stellten wir auf die besseren Systeme um. Trotzdem, als bei Pinnacle die DV500 mit Analog- und DV-Ein- und Ausgang zu haben war, legten sich gleich 5 unserer Mitglieder auf einmal ein solches System und einen DV-Rekorder zu. Seitdem editierten wir mit Premiere 5.1. Die Ergebnisse werden im DV-Format ohne Bildqualitätsverlust auf einem DV-Rekorder aufgezeichnet.

  • Preiswertere Systeme
    Dann brachte ADOBE das Premiere 6.0 heraus. (Pinnacle machte aus dem DV500 ein DV500 plus mit neuen Treibern und mit Premiere 6.0). Ohne dass wir es gleich gewahr wurden, waren mit Premiere 6.0 die Weichen für ganz preiswerte Systeme gestellt: Premiere 6.0, so erfuhren wir nach einigen Monaten, ist mit jeder einfachen, OHCI-kompatiblen Firewire-Schnittstelle, einer PCI- Einsteckkarte mit DV-Ausgang, zufrieden, die mit dem Microsoft-DV-Codec betrieben werden kann. Bei Atelco oder auch bei Media-Markt gibt es PCI-Einsteckkarten mit Firewire-Schnittstelle für weniger als € 40,-.

    Neue Computer und Laptops sind schon vom Hersteller mit einer Firewire-Schnittstelle ausgerüstet. Installiert man auf einem solchen Rechner Premiere 6.0, dann ist er sofort, ohne weitere Ausstattung zukaufen zu müssen, fertig für den Videoschnitt. Premiere 6.0 beinhaltet alle Funktionen für das Hereinladen der Videofilme, für das Editieren und für das Herausspielen auf ein externes DV-Gerät. Im Februar 2003 haben wir auf einem neuen 2,6 GHz-PC von Lidl ein Premiere 6.0 installiert und waren von dessen Geschwindigkeit beim Rendern der Übergänge und Effekte ganz beeindruckt.

    Wichtigste Konsequenz dieser Entwicklung ist es, dass man heute kein Computer-Freak mehr sein muss, um ein gut funktionierendes Video- Schnittsystem auf PC-Basis betreiben zu können. In wenigen Wochen kann man ein PC-Schnittexperte sein, wenn man sich nur halbwegs vertraut macht
                              a) mit Windows
                              b) mit den wichtigsten Funktionen des Windows-Explorers
                              c) mit den wesentlichen Funktionen des Schnittprogramms

    Wir haben es erlebt, wie ein 78 jähriger Filmer, der nie zuvor mit einem Computer zu tun hatte, sich in nur 10 Wochen zu einem begeisterten, kreativen Premiere-Nutzer gewandelt hat.


    Durch die Entwicklung auf dem Markt gibt es zudem auch viele Camcorder, die mit einer Schnittstelle für DV-in ausgerüstet sind. Diese Geräte eignen sich dazu, die mit Premiere geschnittenen und aus dem Computer herausgespielten Filme wieder auf DV-Band aufzuzeichnen. Den DV-Recorder hat man damit gespart.

    Ob das auch mit anderen Programmen so geht? Das wissen wir nicht mit Sicherheit. Wir arbeiten seit Jahren mit Premiere und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Weil wir uns auf Premiere konzentrieren, können wir uns gegenseitig helfen. Was der eine nicht weiß, weiß der andere. Für Premiere gibt es, wie bereits erwähnt, sehr viel ergänzende Literatur, aus der wir bereits viel gelernt haben, und noch mehr hinzulernen können. Zudem gibt es viele ergänzende Programme wie Photoshop, ADOBE-Illustrator und After Effects, die uns kaum noch Grenzen für Bearbeitungsmöglichkeiten setzen. Und weil wir wissen, dass es nicht jedermanns Sache ist, sich mühsam durch die Handbücher durchzuarbeiten, halten wir in unserem Club immer wieder kleine Seminare über "Premiere" ab, in denen wir unsere Mitglieder für den Umgang mit dieser fabelhaften Software fit machen.